Leitbild

Alle Menschen haben ein Recht auf Bildung, sie haben ein Recht darauf, ihre Fähigkeiten und Interessen selbstbestimmt zu nutzen, um ein ökonomisch unabhängiges und erfülltes Berufsleben zu führen.

Frauen und Männer sollen in allen gesellschaftlichen Bereichen gleichberechtigt sein – die Auswirkungen der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung in Familie und Gesellschaft benachteiligen jedoch weiterhin Frauen in besonderem Maße. Sie führen dazu, dass Unterstützung und Bestärkung benötigt werden, ihr Recht auf Chancengleichheit im beruflichen Bereich und auf dem Arbeitsmarkt wahrzunehmen. Ziel unserer Bildungs- und Beratungsarbeit ist es, die Grundlage für einen erfolgreichen und nachhaltigen Schritt in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen – für alle Frauen ab 18 Jahren. Es werden Kompetenzen als Voraussetzungen für eine Ausbildung oder eine Qualifizierung vermittelt, beispielsweise: Unterricht in Lerntraining, Schulfächer, Sprachkompetenzen, Testtraining, Berufsfindung, digitale Bildung, das Nachholen des Schulabschlusses sowie Fachberatung zu Bildung, Beschäftigung und Beruf. Teilnehmerinnen unserer Kurse sind erwerbslos und nehmen in der Regel staatliche Leistungen in Anspruch. Sie haben größtenteils keinen Schul- oder Berufsabschluss und stammen häufig aus sozial benachteiligten Lebensverhältnissen. Deshalb steht in unseren Kursen neben der Vermittlung für das Lernen notwendiger Techniken und das Trainieren von gemeinsamen Lernsituationen unter Einbeziehung der soziokulturellen Vielfalt gleichberechtigt neben dem fachspezifischen Unterricht. Unsere Bildungsberatung wendet sich ebenfalls an Frauen in allen beruflichen und bildungsrelevanten Lebenssituationen.

Unsere Arbeit basiert auf einem beziehungsdidaktischen, ganzheitlichen Ansatz auf Augenhöhe, der kognitives, emotionales und soziales Lernen miteinander verbindet. Frauen mit und ohne familiäre Migrationsgeschichte lernen voneinander und miteinander. Unsere Haltung ist geprägt durch eine Position der Parteilichkeit, da wir als Mitarbeiterinnen die Folgen geschlechtsspezifischer Sozialisation teilen. Teilnehmerinnen und Ratsuchende lernen im Verlauf ihres Bildungs- oder Beratungsprozesses bei Frauenzukunft eine berufliche und persönliche Perspektive zu entwickeln. Sie erarbeiten sich in der Beratung oder mit dem Erwerb fachlicher Kompetenzen bzw. des Schulabschlusses Grundvoraussetzungen für eine weiterführende Qualifizierung. Dabei werden sie sich ihrer Potentiale bewusst und sind darin bestärkt, diese selbstbewusst gegenüber ihrer Lebensumwelt zu vertreten und Bildung eigenverantwortlich für sich einzufordern und zu organisieren.

Unser Projekt „Schule und mehr: Bildung für Berliner Frauen mit und ohne familiäre Migrationsgeschichte“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Abteilung Frauen und Gleichstellung.